Orthofoto importieren (DOP)
Was importiert wird
Ein georeferenziertes Luftbild wird als Bildinstanz in einem Lageplan-Sheet platziert. Maßstabsgetreu, lagerichtig, deckungsgleich mit später importierten DGM/CityGML-Daten.
Akzeptierte Quellformate
- GeoTIFF (
.tif,.tiff) mit eingebetteter Georeferenzierung — der Standardfall amtlicher Orthofotos. - Andere Raster (
.png,.jpg,.jp2) mit zugehörigem World-File (.tfw,.pgw,.jgw) im selben Verzeichnis.
Reine Bilder ohne Georeferenzierungs-Metadaten lassen sich nicht importieren — GeoBridge weiß dann nicht, wo das Bild liegt.
Aufbau einer Geoportal-Datei
AdV-konforme Filenames folgen dem Schema:
dop{Auflösung}{Kanäle}_{UTM-Zone}_{East-LL in km}_{North-LL in km}_{Tile-Größe in km}_{Bundesland}_{Jahr}.tif
Beispiel:
dop20rgbi_32_595_5629_1_th_2025.tif
└──┘└──┘ └┘ └─┘ └──┘ └┘ └┘ └──┘
20 cm RGBI Z32 East North 1km TH 2025
(RGB +
Infrarot)
Begleitdateien je Tile:
.tif— GeoTIFF mit Bilddaten und eingebetteten Geo-Tags.tfw— Worldfile mit 6-Werte-Affintransformation (Pixel ↔ Welt-Koordinaten); Fallback wenn Geo-Tags fehlen.meta— AdV-Metadaten in Klartext, nicht ausgewertet
Aus den Quelldateien werden gelesen: das Koordinatenreferenzsystem (GeoTIFF-GeoKey-Tag oder beigelegte .prj), die geographische Ausdehnung und die Pixel-Größe in Welt-Metern. Bei reinen Bildformaten kommen die Geo-Informationen aus dem Worldfile.
Workflow
- Vorbereitung — Orthofoto aus dem Geoportal herunterladen. Übliche Auflösungen: DOP10 (10 cm/Pixel), DOP20 (20 cm), DOP40 (40 cm).
- Klick auf „DOP" im Ribbon.
- Datei wählen — Dateiauswahl-Dialog, gefiltert auf die akzeptierten Formate.
- Georeferenzierung-Dialog — beim ersten Import siehe Vor dem ersten Import. Bei späteren Imports nur kurzer Hinweis, dass der bestehende Anker übernommen wird.
- Platzierung — GeoBridge legt das Bild als Bildinstanz in der aktiven Ansicht ab. Empfohlene Ansicht: ein Lageplan oder eine Grundrissansicht mit projektnordausgerichteter Orientierung.
- Bestätigung — kurze TaskDialog-Meldung mit Quelldatei und Ablage-Ort.
Das fertige Orthofoto liegt als Bild-Element in der Ansicht. Es lässt sich wie jede Revit-Bildinstanz verschieben oder skalieren — eine versehentliche Manipulation wird beim nächsten DOP-Import als Drift erkannt (siehe Drift-Erkennung).
Mehrere Tiles importieren (Pro)
Geoportal-DOPs sind oft in 1×1- oder 2×2-Kilometer-Kacheln zerlegt. Pro nimmt eine Mehrfach-Auswahl im Datei-Dialog entgegen und importiert alle gewählten Tiles in einem Durchgang. Free importiert nur eine Datei pro Klick.
Pro vs. Free für DOP
| Feature | Free | Pro |
|---|---|---|
| Einzeldatei importieren | ✓ | ✓ |
| Survey Point setzen / übernehmen | ✓ | ✓ |
| Mehrfach-Auswahl (Multi-Tile) | — | ✓ |
| CRS-Reprojektion bei abweichendem Quell-CRS | — | ✓ |
| Drift-Erkennung beim Re-Import | — | ✓ |
Hinweise
- Transparenz: Revit hat keine native Alpha-Steuerung für Bildinstanzen. Wenn das Orthofoto andere Elemente verdeckt, kann es per Halbtransparenz-Override pro Ansicht oder durch Verschieben in eine eigene Worksharing-Stage entzerrt werden.
- Sehr große Tiles: Tiles über ca. 200 MB belasten Revit's Bildverwaltung spürbar. Bei Performance-Problemen die Tiles in QGIS auf das benötigte Gebiet zuschneiden, bevor sie importiert werden.
- Polygonfilter: DOP unterstützt keinen Polygonfilter — der gesamte Raster wird platziert. Wer einen kleineren Ausschnitt braucht, schneidet das GeoTIFF vorher mit einem GIS-Werkzeug zu.